To the rescue für die Xylothek von Kasteel Groeneveld

Fast 150 Kästchen in Form eines Buches. Öffnet man sie, findet man links die Beschreibung einer Baumart und rechts ein Herbarium mit unter anderem getrockneten Blättern, Samen und Zweigen. Zusammen bilden sie die Xylothek von Schlümbach: eine renommierte Sammlung, die König Lodewijk Napoleon im Jahr 1809 der Universität Leiden schenkte. Diese muss natürlich gut erhalten bleiben.

Seit 1980 ist die Xylothek von Schlümbach im Kasteel Groeneveld in Baarn zu sehen, das im Besitz von Staatsbosbeheer ist. Dort kümmert sich der Leiter des technischen Dienstes, John Klok, mit voller Hingabe um die „Buchkästchen“. Dennoch ging es 2010 beinahe schief, als die Xylothek im Zuge einer umfassenden Renovierung in den Keller des Schlosses verlegt wurde.

„Der damalige Designer hatte die gute Idee eines Mini-Klimas übernommen“, so John. „So sollte die Sammlung mit einem einfacheren System als zuvor in gutem Zustand bleiben. Ein netter Gedanke, aber die Ausführung ließ zu wünschen übrig. Die Vitrinen waren nämlich nicht luftdicht.“ Zum Glück für die Kästchen kam Eric van de Vliet von SDB zur Rettung. John: „Als ich ihn auf einer Messe traf, sagte er: Wenn wir es für die älteste Aktie der Welt im Westfries Museum schaffen, dann schaffen wir es auch für dich.“

 

 

Klimakontrollierte Vitrine

Gesagt, getan: John Klok und Eric van de Vliet entwickelten für Staatsbosbeheer die perfekte Lösung. Die Kästchen liegen nun sicher in einer klimakontrollierten Vitrine mit einem renommierten österreichischen System. „Alle Stücke sehen noch genauso aus, wie sie sollten“, erzählt John, der zudem kaum Aufwand damit hat. „Ich überprüfe die Anlage einmal pro Woche. Dann schaue ich, ob Pumpwasser abgelassen werden muss oder ob kalkfreies Wasser nachgefüllt werden muss. Ansonsten geht die Anlage alle zweieinhalb Jahre zur Wartung nach Österreich. SDB unterstützt mich dabei. Sie stellen sogar ein temporäres System zur Verfügung.“

 

„SDB weiß genau, was die jahrhundertealten Stücke in der klimakontrollierten Vitrine brauchen.“

 

Sammlungsbetreuung durch Helicon Conservation Support

Helicon Conservation Support kontrolliert seit Jahren den Zustand der Xylothek. Derzeit sind sie sehr zufrieden, doch nach dem Umbau im Jahr 2010 war das noch anders. „Helicon schlug Alarm, als sie sahen, dass sich die Sammlung verschlechterte“, sagt John. „Sie haben die Kästchen damals in einem eigenen Schrank wieder in einen guten Zustand gebracht. Später nutzte Helicon unsere vorherige Vitrine gelegentlich noch als Anschauungsobjekt auf einem Symposium allerdings als Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.“

 

Zufrieden

Dass die Betreuung inzwischen so reibungslos verläuft, stimmt John zufrieden. Auch über die Zusammenarbeit ist der Leiter des technischen Dienstes von Staatsbosbeheer sehr zufrieden. „Der Kontakt ist angenehm und sie wissen genau, was die jahrhundertealten Stücke in der klimakontrollierten Vitrine brauchen. Fragt mich jemand um Rat? Dann empfehle ich SDB auf jeden Fall!“